In 10 Schritten zum Digitalen Nomaden! - Smart Nomad Life

In 10 Schritten zum Digitalen Nomaden!


Du willst location independent arbeiten? Ortsunhabhängig durch die Länder der Welt ziehen, dabei Geld verdienen? Ist machbar. Ich möchte Euch in diesem Artikel ein wenig Starthilfe dazu geben.







#1 Definiere das Warum

Als allererstes solltest Du Dir im Klaren darüber sein, warum Du das Ganze willst. Was ist es, das Dich dazu drängt, Deine jetzige Situation ändern zu wollen? In meinem Fall war es das tägliche Hamsterrad, der nicht enden wollende Wahnsinn. Die für immer verlorene Lebenszeit auf dem Weg zu Arbeit. Unproduktive Arbeitsatmosphären, künstlicher chaosbedingter Stress und nicht zuletzte die schlechte Stimmung in Deutschland während der kalten Jahreszeit.

Das musst Du für Dich selbst gezielt herausfinden. Den Problemem zu Hause davon laufen, das wird auf Dauer nämlich nicht funktionieren. Identifiziere Deine eigenen Wünsche, Träume und Ziele. Bleibe dabei realistisch aber optimistisch. Wäge ab, was Dir wichtig ist und setze Prioriäten. Finde heraus, ob dieser Lebensstil wirklich etwas für Dich ist. Recherchiere und werde Dir darüber im Klaren, was dieser Lebensstil bedeut.


#2 Definiere Dein Ziel

Willst Du nur über den Winter weg oder für immer raus aus Deutschland? Möchtest Du Dir an einem neuen Ort eine Basis aufbauen, so wie ich und von dort aus reisen oder ständig umherreisen? Oder weißt Du noch gar nicht, was Du willst? Wie muss ein Land sein, damit es Dir dort gefällt? Verträgst Du die feuchte Hitze in Asien, bist Du kulinarisch aufgeschlossen? Das alles sind wichtige Faktoren, die darüber entscheiden können, ob Dein Plan aufgeht. Bis Du ein Einzelkämpfer und reist gerne alleine oder genießt Du die Gesellschaft von Gleichgesinnten? Wenn Du keine Antworten hast auf diese Fragen, lass es einfach alles auf Dich zukommen und triff die Entscheidungen später. Ist okay!


#3 Setze den richtien Mindset

In einer Zeit aus Reizüberflutung und Informationsüberschuss ist es leicht, in dem täglich nie endenden Facebook Threat seinen willenlosen Trott zu finden, sich dem Gemecker hinzugeben und Möglichkeiten zu übersehen. Ist mir auch schon passiert und die Versuchung ist auch immer wieder groß, der Herde hinterherzurennen, gewohnte Bahnen nicht zu verlassen und das tägliche Handeln strikt in der eigenen Comfort Zone zu betreiben. Aber: bringt uns langfristig nicht weiter. Wer glücklich sein will, muss etwas dafür tun, herausfinden, was die persönlichen Faktoren zum Glücklichsein sind.

Ich pushe mich immer wieder, eigene Entscheidungen und Gewohnheiten in Frage zu stellen. Ich stelle mich Kritik und bin offen für Veränderungen mit dem Ziel von persönlichem Glück und Freiheit.

Glücklich sein heißt für mich Freiheit zu haben

Die unbequeme Wahrheit: Wenn Du etwas erreichen willst, wird das unangenehmen. Und das bezieht sich auf jede Lebenslage, auf jedes gesteckte Ziel. Ob der Weg zum Nichtraucher, 5kg weniger, die erste Million Euro oder das Leben als ortunabhängiger Nomade gestalten - jeder hat seine eigenen Ziele, jeder seinen eigenen Erwartungen und jeder seinen eigenen inneren Schweinehund, den es gilt, zu überwinden. Was mir furchtbar einfach fällt, mag für andere schrecklich schwierig sein.

Ich will jetzt mal nicht zu sehr den Motivationstrainer raushängen lassen, das würde auch den Umfang dieses Posts sprengen. Aber ich glaube fest daran, dass in jedem von uns das Potential steckt, die eigenen Ziele zu erreichen. Und ich glaube, dass jeder Tools erlernen kann, um das Erreichen seiner Ziele zu vereinfachen.

Die Mühen werden sich auszahlen!




#4 Der finanzielle Masterplan

Um das mal ganz klar zu sagen. Entweder Du hast bereits einen Job, der remote ausgeführt werden kann, dann schätze Dich glücklich. Es kann losgehen. Für alle anderen wird es jetzt dreckig. Ihr braucht eine Geschäftsidee, eine Idee, wie Ihr Geld generieren könnt. Ideen gibt es unzählige, nutze eine eigene, kopiere andere, nutze Konzepte, die bereits bewiesen haben, dass sie funktionieren. Egal - mach nur irgendwas! Ich persönlich habe mit einem Shopify basiertem Dropshipping eCommerce Store begonnen und habe nun multiple Einkommensströme. Die Insights zu lernen kostet entweder viel Zeit oder etwas Geld - ich bevorzuge grundsätzlich Zweiteres, denn meine Zeit ist wertvoll. Dropshipping ist eine solide und funktionierende Geschäftsidee - ihr werdet damit nicht das neue Amazon erschaffen, aber das ist auch nicht das Ziel! Get started! Mehr zum Dropshipping gibt es hier zu lesen.

Biete Dein Wissen, Deine Arbeitskraft als Freelancer an. Ein Profil auf Upwork und Fiverr ist schnell angelegt und auf Udemy lernst Du, wie Du das Ganze profitabel und optimiert umsetzt. Egal was Du machst - mach eine vernünftuige Finanzplanung und gehe immer vom schlechtesten Fall aus. Du solltest minimum 6 Monate auskommen können, ohne einen Cent zu verdienen. Über weitere mögliche Einkommensquellen für Nomaden werde ich noch einmal in einem separaten Blogpost detailliert eingehen.


#5 Wähle eine Einstiegs Location

Die Einstiegslocation sollte Deiner finanziellen Situation entsprechen. Das Budget ist knapp? Dann lebe auch dementsprechend. Es ist kein Urlaub, auch wenn Du gerade im Paradies bist! Meine ersten Monate in Thailand habe ich zum Leben 600-700€ monatlich ausgegeben. Darin inklusive ein kleiens Zimmer mit Klimaanlage, Mitgliedsbeitrag für Coworking und Fitnessstudio, lokale SIM Karte, 3x täglich Essen gehen, abends ein Bierchen und was man sonst noch so zum Leben benötigt. Darin nicht enthalten sind deutsche Versicherungen oder sonstige Verpflichtungen, die evtl. noch laufen. Meine Empfehlung für den Einstieg ist IMMER Chiang Mai. Hier triffst Du auf andere Nomaden, die Bedingungen sind einfach ZU perfekt, es ist günstig, schön und das Internet ist schnell. Hier lernst Du, wie der Hase läuft. Hol Dir ein 6 Monate Multiple Entry Touristen Visum (METV - 150€) und plane von hier aus Deine weiteren Aufenthalte.


#6 Bereite Dich vor

Visum. Impfungen. Wohnung untervermieten oder kündigen. Post digitalisieren. Es gibt EINIGES zu klären und zu durchdenken. Mach Deine Hausaufgaben und überlasse die wichtigen Dinge nicht dem Zufall, bitte aber auch nicht überanalysieren. Sprich mit anderen Nomaden, schau was Dich erwartet. Pausiere alle Versicherungen, sofern möglich. Hol Dir eine Auslandsversicherung (die Hansemerkur ist hier führend) und pausiere auch Deine Krankenversicherung. Ja, das geht wirklich und spart hunderte Euro monatlich! Bist Du in der privaten Krankenversicherung, schließe eine Anwartschaft ab. Lass Dir einen internationalen Führerschein ausstellen (wird auf Dauer teuer und nervig, ständig die Strafe zu zahlen). Stell Deinen Handyvertrag auf den niedrigsten Basisvertrag um, wenn möglich.


#7 Achtung: Steuern

Wenn Du bereits eine Selbständigkeit hast, ein Unternehmen führst oder als Freelancer arbeitest, bist du evtl. Umsatzsteuervoranmeldepflichtig. Informiere Deinen Steuerberater frühzeitig von Deinem Vorhaben und stelle die Übermittlung aller Belege frühzeitig auf digital um. Behalte außerdem die Abgabefristen für die jährliche Steuererklärung im Auge - nichts wäre ärgerlicher, als kurzfristig dafür zurück nach Deutschland zu müssen. Steuern zahlen musst Du weiterhin in Deutschland, so lange Du Deinen Lebensmittelpunkt dort hast. Also auch Geld, das Du im Ausland generierst, ist in Deutschland steuerpflcihtig. Lass das erst einmal so, über Steuersparmodelle kannst Du Dir später Gedanken machen.


#8 Kommuniziere Deinen Plan nach außen

Dieser Part ist tricky und könnte Dein Vorhaben zum Scheitern bringen, wenn Du nicht stark bist. Denn die Deutschen sind im Allgemeinen kritisch und sehr negtaiv. Eher werden Probleme identifiziert, als Möglichkeiten gesehen. Hier die Top 5 der nervigsten Fragen an mich:

  1. Und, hast Du Dich bereits gefunden?
  2. Wann kommst Du eigentlich zuück aus dem Urlaub
  3. Bewirbst Du Dich dann auf einen richtigen Job, wenn Du wieder hier bist?
  4. Verdienst Du überhaupt Geld? Du kannst Doch nicht nur von der Hand in den Mund leben?
  5. Und was machst Du da so den ganzen Tag? Bist Du oft am Strand?

Alles Klassiker - in zigfacher Ausführung gehört. Fakt ist, ein Teil Deines Umfeldes wird Dich nicht verstehen und mit einer Mischung aus Unglauben und Mißgunst Deine Pläne attackieren. Deshalb spar Dir das diskutieren. Hör genau hin, den die Einwände könnten Hand und Fuß haben. In den meisten Fällen kannst Du sie aber ignorieren. Dass Du ein Risiko eingehst, weißt Du selbst. Wenn Du nichts änderst, gehst Du allerdings auch ein Risiko - das Risiko eines Burnouts.
Also: Gib nicht alles Preis. Die meisten Nomaden gewöhnen ihr Umfeld durch eine Light Version des Vorhabens an die neue Situation. Aussagen wie "ich will mal 3 Monate in Ruhe arbeiten und mich voll fokussieren, das mache ich von Thailand aus" oder "ich komme zurück, bin nur über den Winter weg" sind durchaus hilfreich, auch wenn Du bereits langfristigere Pläne im Hinterkopf hast.


#9 Buchen

Jetzt wird's spannend. Buch Dir bitte nur den Hinflug. Für das Visum nach Thailand und in viele andere Länder musst Du zwar ein Ausreiseticket vorlegen können, dafür kaufst Du aber einfach ein temporäres Fake Ticket.

=Update Dez 2017=
Ich hahe bisher den Service Flyonwards empfohlen für temporre Tickets. Bitte nicht mehr nutzen, die Seite ist leider mittlerweile zur Abzocke geworden.
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Kümmere Dich bitte nicht um Apartments im Vorfeld. Buch Dir für die ersten 2-3 Tage eine günstige Unterkunft, dann miete Dir vor Ort einen Roller und fahr herum. Wenn Du nach Chiang Mai kommst, schreib mir - ich helfe Dir gerne vor Ort weiter. Sollte Ich nicht da sein, spazier einfach in den nächsten Coworking Space und frag die Leute nett, wo sie wohnen und was sie empfehlen können. Das funktioniert überall, wo eine lebhafte Expat und Nomaden Community vor Ort ist. Ansonsten einfach herumfahren und überall dort nach einem Zimmer fragen, wo in großer Schrift eine Telefonnummer am Gebäude steht. Es ist wirklich super einfach!


#10 Ruf Deine Mutter an

Und zu guter Letzt: wenn Du schon egoistisch das Land verlassen musst, melde Dich verdammt nochmal regelmäßig bei Deiner Familie! :)




Glückwunsch, Du hast es geschafft! Du schuldest mir ein Bier und ein Abendessen. Keine Angst - kostet Dich hier lediglich 4 Euro. Also insgesamt für uns beide.


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